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Provimi Kliba - Nahrungsmittelsicherheit

Hohe Futterqualität trotz Auswuchs-Getreide – dank Analysen

Warm ja, aber auch sehr verregnet und mit hoher Luftfeuchtigkeit – so präsentierte sich der Sommer 2014 in der Schweiz. Geärgert haben sich darob nicht nur all jene, die ihre Ferien nicht in sonnigeren Gefilden verbringen konnten, sondern auch die Schweizer Landwirte.

Denn durch den vielen Regen konnte mehrfach über längere Perioden hinweg kein Getreide geerntet werden. Folge: Die Pflanzen blieben auf den Feldern stehen und das Getreide begann, auf dem Halm auszukeimen. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der gesamten Getreideernte und so gut wie jede Mühle sind heuer in der Schweiz von solchem Auswuchs betroffen.

Das ist vor allem deshalb ein Problem, weil die Pflanze beim Auswachsen Nährstoffe verbraucht. Auswuchs-Weizen beispielsweise weist einen tieferen Proteingehalt auf. Auch die Fallzahlen sinken. Je nach Ausmass des Auswuchsgrades sind die Auswirkungen grösser oder kleiner.

Auswuchs: Folgen für Futtermittelkunden

Für Futtermittelkunden stellt sich die Frage, welche Folgen die schlechte Getreidequalität auf die Tiernahrung hat. Denn Hersteller, die bei der Formulierung ihrer Futter überwiegend auf die Menge der verschiedenen Rohstoffe schauen, können die Schwankungen in den Nährstoffgehalten schlecht berücksichtigen. Der Landwirt erhält so ein Futter, in dem zwar vielleicht etwas mehr Weizen enthalten ist. Aber kann diese zusätzliche Menge den niedrigeren Proteingehalt tatsächlich ausgleichen? Hat das Futter die gleiche Qualität? Das ist alles andere als sicher. Liegt der Gehalt unter dem benötigten Wert, erhält das Tier entsprechend weniger Nährstoffe, wächst langsamer, produziert weniger – und beschert dem Landwirt Einbussen.

Die Near-Infrared-Reflectance-Technologie

Um die Nährstoffgehalte in seinen Futtern konstant zu halten, analysiert Provimi Kliba die eingekauften Rohstoffe mittels Near-Infrared-Reflectance-Technologie (NIR) und profitiert dabei von seiner Zugehörigkeit zum weltweiten Netzwerk seiner Muttergesellschaft Cargill: Diese stellt ihren zahlreichen Ländergesellschaften die benötigte Infrastruktur zur Verfügung. Die gemeinsame Nutzung ermöglicht es, die Tests zu sehr günstigen Kosten durchzuführen. Kein anderer Futtermittelhersteller in der Schweiz testet und analysiert Rohstoffe und Futter so genau wie Provimi Kliba.

Entscheidend: Was steckt im Rohstoff?

Damit weiss der Verantwortliche für die Futterformulierung rasch, welche Komponenten in welchen Mengen für das Futter verwendet werden müssen, um die gewünschten Nährstoffgehalte zu erreichen. Nur wenn das gelingt, unterstützt das Futter das Tier optimal im Wachstum und bei der Produktionsleistung.

Mit Blick auf die schlechte Getreidequalität dieses Jahr gilt also: Es kommt nicht nur darauf an, welche Rohstoffe im Futter sind. Entscheidend ist, zu wissen, was in diesen Rohstoffen drin steckt.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie wir Rohstoffe und unsere Futter analysieren, um die beste Qualität zu erreichen? Dann sprechen Sie mit einem unserer Experten.

Wenig Mykotoxine trotz „schwarzer Felder“

Man konnte sie diesen Sommer nicht übersehen: die teils dunklen, fast schwarzen Felder. 2014 war geprägt von starkem Fusarienbefall, Hauptursache war das feuchte Klima mit viel Regen. Fusarium ist eine Gattung der Schlauchpilze, die meist in pflanzlichem Gewebe wächst, zum Beispiel auf Getreide. Sind diese Pilze aufgrund von äusseren Einflussfaktoren (beispielsweise durch andere Pilze oder Bakterien) Stress ausgesetzt, produzieren sie als Abwehrstoffe so genannte Mykotoxine. Auf die Nährstoffgehalte haben diese keine Auswirkungen, wohl aber auf Tiere, wenn Mykotoxine mit dem Getreide ins Futter gelangen. Dann kann die Futteraufnahme verweigert werden, Organschäden und Erbrechen sind möglich. Nicht alle Mühlen in der Schweiz führen strikte Eingangskontrollen durch, um Mykotoxingehalte zu bestimmen. Provimi Kliba hingegen testet die angelieferten Rohstoffe intensiv. Die Analysen zeigen, dass trotz hohem Fusarienbefall die Mykotoxinbelastung 2014 im Getreide niedrig geblieben ist. Anders sieht die Situation beim Körnermais aus diesem Jahr aus. Hier konnten bereits Partien mit erhöhten Werten festgestellt werden. In den Chargen, in denen zu hohe Mykotoxingehalte festgestellt wurden, hat Provimi Kliba die Abnahme abgelehnt.

 

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Stichworte: Provimi Kliba, Qualität, Produkt, Nahrungsmittelsicherheit

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